Gedenken an den Tod Otto Grünebergs auf der Schloßstraße

Geschichte

Gedenkveranstaltung zum Tod Otto Grünbergs

 

 

 

 

 

Am 01.02.2015 fand in der Schloßstrasse einen Gedenkveranstaltung für Otto Grüneberg statt, der hier 1931 als eines der ersten Opfer von den Nazis ermordet wurde. Auch die SPD war vor Ort und Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und Carolina Böhm (SPD Fraktion BVV) spannten den Bogen von 1931 zur heutigen Zeit mit ähnliche Tendenzen (PEGIDA / Anschläge Paris).

 

Otto Grüneberg war Mitglied der „Roten Jungfront“ in Charlottenburg, der kommunistischen Jugendorganisation des Roten Frontkämpferbundes. Er engagierte sich in einer der Häuserschutzstaffeln, die ursprünglich zum Schutz der Mieter vor behördlichen Maßnahmen wie Zwangsräumungen gegründet worden waren. Durch die Brutalisierung der politischen Kämpfe bestand die Hauptaufgabe der Häuserschutzstaffeln ab etwa 1930 im Schutz der Anwohner vor Angriffen der SA.

 

Am Abend des 1. Februar 1931 kam er von einer Versammlung der IAH, traf an der Ecke Schloßstraße/Hebbelstraße auf den als „Mord-Sturm“ berüchtigten Charlottenburger SA-Sturm 33 und geriet von allen Seiten unter Beschuss. Kurz darauf verstarb er in der Gaststätte „Wascher“ (heute „Kastanie“) im Erdgeschoss seines Wohnhauses in der Schloßstraße 22.